Sport1 Tennis-News

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  1. Alexander Zverev ist beim ATP-Turnier in Basel schon in der ersten Runde gescheitert und anschließend hart mit sich ins Gericht gegangen. "So wie ich heute gespielt habe, in dieser mentalen Verfassung, werde ich niemanden schlagen", sagte der Hamburger nach dem 6:7 (7:9), 4:6 gegen den US-Amerikaner Taylor Fritz.

    "Ich bin sehr enttäuscht, vor allem wegen mir selbst, nicht wegen des Resultats", sagte Zverev. Er habe sich "platt" gefühlt und sei "nicht fokussiert" gewesen. Zverev muss damit wieder um die Teilnahme am ATP-Finale in London (10. bis 17. November) zittern. Die Nummer zwei der Setzliste verlor beim mit 2,2 Millionen Euro dotierten Hartplatzturnier in der Schweiz nach 1:24 Stunden. 

    Zverev gibt klare Führung im Tiebreak her

    Für Zverev, der vor weniger als zwei Wochen beim Masters-Turnier in Shanghai noch das Finale erreicht hatte, war es die erste Auftaktpleite seit dem Masters in Cincinnati Mitte August. Zudem verlor er im dritten Aufeinandertreffen erstmals gegen Fritz. Knackpunkte im Spiel waren der Tiebreak des ersten Satzes, in dem Zverev eine 4:0-Führung aus der Hand gab, sowie der Aufschlagverlust zum 1:3 im zweiten Durchgang.

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    Gegen Fritz sei ihm die Freude am Spiel abhandengekommen. "Normalerweise genieße ich es, auf dem Platz zu stehen, die harten Momente, den Kampf. Aber heute war es ganz anders", sagte der 22-jährige Zverev.

    Rückschlag im Kampf um Saisonfinale

    Im Kampf um ein Ticket für London war das Aus ein Rückschlag. Vor Turnierbeginn lag Zverev im Jahresranking auf dem siebten Platz, die besten acht Spieler qualifizieren sich für das ATP-Finale. Seine direkten Verfolger sind in Basel bzw. beim parallel stattfindenden Turnier in Wien aber allesamt noch im Rennen. 

    Endgültig entschieden wird über die Teilnahme beim Masters-Turnier in Paris, das in der kommenden Woche stattfindet. "Ich werde ein paar Tage nach Hause fahren und meinen Kopf klar kriegen. Ich werde mein Bestes in Paris versuchen und es hoffentlich nach London schaffen", sagte Zverev.

    Kohlschreiber scheitert in Wien

    In Wien scheiterte der Augsburger Philipp Kohlschreiber ebenfalls bereits in der ersten Runde. Gegen den 18-jährigen Italiener Jannik Sinner, in der Weltrangliste nur auf dem 101. Platz geführt, verlor der 36-Jährige nach 1:31 Stunden 3:6, 4:6.

    Kohlschreiber war in der österreichischen Hauptstadt der einzige deutsche Starter.

  2. Deutschlands ehemalige Tennis-Königin Steffi Graf ist begeistert von US-Wunderkind Cori Gauff. Als Botschafterin der Zhuhai Elite Trophy, der B-WM der WTA-Tour, sagte die 22-malige Grand-Slam-Gewinnerin über die 15-Jährige: "Sie hat ein so müheloses Spiel, sie ist ein echter Rohdiamant. Man kann ihre Intensität sehen, ihre unglaubliche Athletik."

    Tipps müsse sie der jungen Amerikanerin nicht geben. "Ich glaube nicht, dass sie irgendwelche Ratschläge von mir oder sonst irgendjemandem braucht", sagte Graf, die selbst 1986 als 16-Jährige ihr erstes Turnier auf der WTA-Tour gewonnen hatte. Damals bezwang sie im Endspiel von Hilton Head Island keine Geringere als die große Chris Evert (USA).

    Gauff in Top 100 der Weltrangliste

    Cori Gauff war der Premierenerfolg am 13. Oktober in Linz als 15-Jährige geglückt, mit einem Finaltriumph gegen die frühere French-Open-Siegerin Jelena Ostapenko (Lettland). Damit zog sie auch erstmals in die Top 100 der Weltrangliste ein. Aktuell ist sie die Nummer 69. Ende 2018 hatte sie noch Rang 875 belegt. Im Juli war Gauff in Wimbledon ins Achtelfinale eingezogen und damit ins Rampenlicht gerückt.

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    An dem mit 2,419 Millionen Dollar dotierten Turnier in Zhuhai nehmen die besten zwölf Spielerinnen teil, die in der Saisonwertung der WTA-Tour jenseits von Platz acht gelandet waren. Die dreimalige Grand-Slam-Gewinnerin Angelique Kerber (Kiel) war zwar qualifiziert, hat ihre Saison aber beendet. Die besten Acht der Jahreswertung bestreiten ab dem 27. Oktober das mit 14 Millionen Dollar dotierte WTA-Finale in Shenzhen/China.

  3. Grand-Slam-Rekordchampion Roger Federer hat in seinem 1500. Match auf der ATP-Tour einen klaren Sieg über den Münchner Peter Gojowczyk gefeiert.

    Der Schweizer hatte beim 6:2, 6:1 in der ersten Runde seines Heimturniers in Basel wenig Mühe und jubelte bei seinem Jubiläum nach 52 Minuten über den 1232. Sieg seiner Profikarriere (268 Niederlagen).

    Nur US-Ikone Jimmy Connors (1556) hat mehr Matches als Federer bestritten.

    Struff steht ebenfalls im Achtelfinale

    Davis-Cup-Spieler Jan-Lennard Struff (Warstein) steht ebenfalls im Achtelfinale. Der 29-Jährige bezwang zum Auftakt den Serben Miomir Kecmanovic 6:4, 6:2 und trifft nun auf Henri Laaksonen aus der Schweiz.

    Qualifikant Gojowczyk kassierte nicht nur die dritte Niederlage im dritten Duell mit dem Maestro, sondern auch seine fünfte Auftaktpleite in einem Hauptfeld in Serie. Sein letztes Spiel auf der ATP-Tour gewann der 30-Jährige Anfang August in Washington.

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    Der 38 Jahre alte Federer strebt in seiner Geburtsstadt nach seinem zehnten Titel. Bislang hatte der 20-malige Grand-Slam-Champion, der in seiner Karriere 102 Turniersiege feierte, nur beim Rasenturnier in Halle/Westfalen zehnmal triumphiert.

    Bei seinen vergangenen zwölf Teilnahmen in Basel erreichte Federer stets das Endspiel.

  4. Andy Murray - seine bewegte Karriere zum Durchklicken:

    Andy Murray ist zurück! Der Schotte hat seinen ersten Titel auf der ATP-Tour seit seinem Comeback gewonnen.

    Gegen den dreimaligen Grand-Slam-Sieger Stan Wawrinka gewann Murray das Finale des Turniers in Antwerpen mit 3:6, 6:4, 6:4 und feierte damit Titel Nummer 46 seiner Karriere.

    Dabei hatte er wegen anhaltender Hüftschmerzen zu Beginn des Jahres unter Tränen sein Karriereende angekündigt. Doch Murray überlegte es sich noch einmal anders und ließ sich erneut operieren.

    Seinen bis dato letzten Titel auf der Tour hatte der in der Weltrangliste auf Platz 243 abgestürzte Murray Anfang März 2017 in Dubai gewonnen. 

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    SPORT1 zeigt die bewegte Karriere des Schotten rund um seine Verletzungen, Triumphe sowie einem traumatischen Erlebnis in der Kindheit.

  5. Mit drei Debütanten reist das deutsche Davis-Cup-Team zum Finalturnier nach Madrid (18. bis 24. November).

    Kapitän Michael Kohlmann nominierte neben den French-Open-Siegern Kevin Krawietz (Coburg) und Andreas Mies (Köln) auch Dominik Koepfer (Furtwangen), der bei den US Open überraschend das Achtelfinale erreicht hatte.

    Drei Debütanten reisen mit zum Finale nach Madrid

    Das teilte der Deutsche Tennis Bund (DTB) am Montagabend mit. Jan-Lennard Struff (Warstein) und Philipp Kohlschreiber (Augsburg) führen die Mannschaft an, Alexander Zverev (Hamburg) hatte frühzeitig abgesagt.

    Der deutsche Top-Spieler tritt während des neugeschaffenen Mannschaftsturniers mit dem Schweizer Roger Federer zu Showmatches in Süd- und Mittelamerika an. Deutschland spielt in Madrid in einer Gruppe mit Argentinien (20. November) und Chile (21. November) um den Einzug ins Viertelfinale. Die sechs Gruppensieger und die beiden besten Gruppenzweiten qualifizieren sich für die K.o.-Runde.

    "Sicherlich ist es etwas Besonderes, mit drei Neulingen zu den Finals zu fahren. Aber es zeigt, dass jeder die Chance hat, ins Team zu kommen", sagte Kohlmann: "Dominik Koepfer, Kevin Krawietz und Andreas Mies haben sich durch ihre Leistungen über das Jahr gesehen die Nominierungen absolut verdient."

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    Davis Cup ohne Zverev und Federer 

    Als Favoriten gehen Serbien mit dem Weltranglistenersten Novak Djokovic und Spanien mit US-Open-Champion Rafael Nadal an den Start. Auch Andy Murray, der nach seiner Hüft-Operation auf dem Weg zurück in die Weltspitze ist, tritt an. Der zweimalige Olympiasieger steht im Aufgebot Großbritanniens. Damit ist Grand-Slam-Rekordsieger Federer der einzige der "Fantastischen Vier", der auf das Finalturnier verzichtet.

    Die Reform des traditionsreichen Wettbewerbs, die der Weltverband ITF mit der Investmentgruppe Kosmos um Profifußballer Gerard Pique auf den Weg gebracht hat, war bei einigen Spielern und Verbänden auf Kritik gestoßen.

    Auch Zverev passte der Termin am Ende einer langen Tennissaison nicht in den Kalender. Der DTB ärgerte sich über die fehlenden Heimspiele. "Ein schlechteres System könnte man sich nicht ausdenken", sagte Zverev.

    Der gebürtige Hamburger hatte das deutsche Team beim Erstrundensieg über Ungarn im Februar noch angeführt, damals spielte auch Tim Pütz mit Struff das Doppel. Bundestrainer Kohlmann entschied sich jedoch für Krawietz/Mies, die eine überragende Saison spielen. Nach ihrem sensationellen Triumph in Paris erreichte das Duo auch in New York das Halbfinale und gewann am Sonntag in Antwerpen seinen zweiten Titel.

    Die Qualifikation für das Saisonfinale der besten acht Doppel in London (10. bis 18. November) haben Krawietz/Mies so gut wie sicher. Derzeit liegen sie auf Platz drei der Jahreswertung.

  6. Der dreimalige Grand-Slam-Gewinner Andy Murray wird nach seinem Turniersieg in Antwerpen erstmals seit 2016 wieder für Großbritannien im Davis Cup antreten. Der 32 Jahre alte Schotte hatte am Sonntag im Finale den Schweizer Stan Wawrinka bezwungen und damit seinen ersten Triumph seit der Hüft-OP im Januar gefeiert.

    Neben Murray nominierte Kapitän Leon Smith auch Andy Murrays Bruder Jamie sowie Dan Evans und Neal Skupski für den erstmals im Turnierformat ausgetragenen Davis Cup vom 20. bis 24. November in Madrid. Dort treffen die Briten als Wildcardstarter in den Gruppenspielen auf die Niederlande und Kasachstan.

    Andy Murray hatte Großbritannien 2015 im Finale gegen Gastgeber Belgien mit drei Punkten zum insgesamt zehnten Erfolg geführt.

  7. Der zweimalige Wimbledonsieger Andy Murray hat seine Comeback-Tour mit dem ersten ATP-Titel seit März 2017 gekrönt.

    Der 32-Jährige gewann das Finale des Turniers in Antwerpen gegen den Schweizer Stan Wawrinka 3:6, 6:4, 6:4. Gegen den dreimaligen Grand-Slam-Sieger lag Murray nach verlorenem ersten Satz auch im zweiten Durchgang bereits 1:3 zurück, ehe er das Spiel noch zu seinen Gunsten entschied. Es war Murrays 46. Titel seiner Karriere.

    "Es bedeutet mir eine Menge. Die letzten Jahre waren extrem schwierig. Ich habe nicht erwartet, in so einer Position zu sein. Ich bin unglaublich glücklich", sagte Murray, der am Ende seiner Worte in Tränen ausbrach.

    Seinen bis dato letzten Titel auf der Tour hatte der in der Weltrangliste auf Platz 243 abgestürzte Murray Anfang März 2017 in Dubai gewonnen. Dem ehemaligen Weltranglistenersten war im Januar dieses Jahres ein künstliches Hüftgelenk eingesetzt worden, nachdem er wegen der anhaltenden Schmerzen eigentlich schon das Ende seiner Karriere angekündigt hatte. Zuletzt hatte er bekannt gegeben, dass er im kommenden Jahr bei den Australian Open an den Start gehen will.

    Shapovalov gewinnt in Stockholm

    Der Kanadier Denis Shapovalov feierte unterdessen in Stockholm den ersten Turniersieg seiner Karriere auf der ATP-Tour. Das 20 Jahre alte Top-Talent gewann im Finale gegen Filip Krajinovic (Serbien) 6:4, 6:4.

  8. Ist die Suche von Angelique Kerber nach einem neuen Trainer bald beendet?

    Mit dem deutschen Erfolgscoach Sascha Bajin ist zumindest seit Sonntag ein geeigneter Nachfolger auf dem Markt. 

    Wie die Französin Kristina Mladenovic am Sonntag via Twitter bekanntgab, entschied sich Bajin dafür, die erst im April begonnene Zusammenarbeit mit der derzeitigen Weltranglisten-45. nicht weiter fortzusetzen. "Ich bin sehr enttäuscht über Saschas Entscheidung. Ich habe unsere Arbeit geliebt, und ich denke, wir hätten noch mehr erreichen können", schrieb die 26-Jährige unter anderem

    Mladenovic hatte unter der Regie des 35 Jahre alten Bajin rund 30 Weltranglistenplätze im Einzel gutgemacht und eine Single-Bilanz von 26:17 Siegen erreicht, bei den drei gemeinsamen Grand-Slam-Auftritten war sie aber jeweils in Runde zwei gescheitert - bei den US Open hatte sie in Runde eins Kerber bezwungen.

    Bajin Ex-Coach von Osaka

    Erst Mitte Februar hatte Naomi Osaka trotz großer Erfolge überraschend die Trennung von Bajin bekannt gegeben. Mit Bajin an ihrer Seite hatte sie in der vergangenen Saison die US Open gewonnen und zu Jahresbeginn auch in Melbourne triumphiert.

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    Bajin war zuvor unter anderem Hitting Partner von Superstar Serena Williams und der ehemaligen Weltranglistenersten Caroline Wozniacki aus Dänemark.

    Kerber war zuletzt während ihrer Turnierreise in Asien von Dirk Dier betreut worden. 2019 blieb die 31-Jährige ohne Turniersieg.

    Bajin war bereits mit einer Zusammenarbeit mit Kerber in Verbindung gebracht worden.