Sport1 Tennis-News

Alle aktuellen Nachrichten aus der Tennis-Welt. News, Ergebnisse, Spielpläne und alle Hintergrundinformationen. Hier reinklicken in die Tennis-Welt!
Sport1 News
  1. Die Britin Johanna Konta hat als erste Frau seit Sue Barker im Jahr 1981 ein WTA-Turnier auf heimischem Boden gewonnen. 

    Die Weltranglisten-20. ließ im Endspiel des Rasenturniers in Nottingham der Chinesin Zhang Shuai beim 6:2, 6:1 keine Chance. Für die 30-jährige Konta ist es der vierte Titel auf der WTA-Tour und der erste seit April 2017.

  2. Angelique Kerber hat das Erstrundenaus bei den French Open abgehakt und blickt mit Vorfreude auf die anstehende Rasensaison.

    "Wer mich kennt, weiß, dass das mein Lieblingsbelag ist", sagte die 33-Jährige am Sonntag vor dem Start des WTA-Turniers in der Hauptstadt am Montag. Sie bereite sich seit rund einer Woche auf den Belagwechsel vor.

    Nach ihrem Erstrundenaus in Paris habe sie einige Tage frei gemacht, fügte Kerber an.

    "Die habe ich auch gebraucht, um die Sandplatzsaison abzuschließen. Es ist nicht so gelaufen, wie ich es mir vorgestellt habe", sagte die dreimalige Grand-Slam-Siegerin, die nach ihren Auftritten in Berlin auch bei den Bad Homburg Open (ab 20. Juni), die sie mitorganisiert, an den Start geht und dann in Wimbledon (ab 28. Juni) möglichst gut abschneiden will. 2018 konnte sie auf dem "heiligen Rasen" den Titel gewinnen.

  3. Der frühere US-Open-Champion Marin Cilic hat das Rasenturnier in Stuttgart gewonnen. Der 32-jährige Kroate besiegte den an Position drei gesetzten Kanadier Felix Auger-Aliassime im Endspiel mit 7:6 (7:2), 6:3. Für Cilic ist es der 19. Titel seiner Tenniskarriere und der erste seit dem Triumph auf Rasen im Londoner Queen's Club 2018.

    Auger-Aliassime verlor indessen auch sein achtes Endspiel auf der Profitour. Bereits 2019 hatte er in Stuttgart im Finale gestanden.

  4. "Furcht besiegt mehr Menschen als irgendetwas anderes auf der Welt."

    Bereits der US-amerikanische Philosoph und Schriftsteller Ralph Waldo Emerson wusste um die lähmende Wirkung von Furcht. Ob das auf Stefanos Tsitsipas auch zutrifft, wird sich am Sonntag zeigen. (Alles zu den French Open)

    Es gibt aber Gründe zu glauben, dass Furcht den jungen Griechen im Finale der French Open weniger lähmen wird als viele seiner Vorgänger (French Open, Finale: Djokovic - Tsitsipas, ab 15 Uhr im SPORT1-Liveticker).

    Der Tennis-Podcast "Cross Court" mit neuen Folgen zu den French Open ist auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen SpotifyApple PodcastsGoogle PodcastAmazon MusicDeezer und Podigee abrufbar

    Tsitsipas mit Beinahe-Tragöde auf Kreta

    Hintergrund: Im Jahr 2016 kam der damalige Nachwuchsspieler während eines Future-Turniers auf Kreta beinahe ums Leben. Nur dem schnellen Einsatz seines Vaters ist es zu verdanken, dass es nicht zum Schlimmsten gekommen ist.

    "Ich wäre beinahe ertrunken. Ich war ein, zwei Atemzüge vom Tod entfernt", beschrieb Tsitsipas 2019 in einem Youtube-Video die Situation und fügte hinzu: "Ich erinnere mich an das Gefühl des Sterbens. Für eine Sekunde dachte ich, ich wäre schon tot."

    Schließlich sah er jedoch seinen Vater: "Er schwamm auf mich zu, ich konnte die Angst in seinen Augen sehen - er konnte die Angst in meinen Augen sehen. Das gab mir Hoffnung. Wenn wir an diesem Tag sterben und unser Leben verlieren sollten, dann würden wir es gemeinsam tun."

    Horror-Erlebnis prägt ihn bis heute

    Dazu kam es zum Glück nicht: Tsitsipas' Vater rettete ihn und einen Freund, der ebenfalls in Not war. "Es war das beste Gefühl der Welt", als sie sicher auf dem Strand angekommen waren.

    Doch so schrecklich dieser Tag auch war, für ihn war es auch eine Art Neugeburt. "Das war ein Tag, an dem ich das Leben aus einer anderen Perspektive gesehen habe", erinnerte sich Tsitsipas und beschloss: "Du darfst keine Angst haben. Schlimmer kann es nicht mehr werden."

    Mit dieser Einstellung will er nun auch im Finale der French Open gegen den scheinbar übermächtigen Novak Djokovic bestehen. "Ich fühle mich gewappnet", zeigte er sich vor dem Turnier im Gespräch mit SPORT1 bereit für große Taten.

    Stefanos Tsitsipas liebt Sandbelag

    Neben seiner Furchtlosigkeit spricht auch seine Erfolgsbilanz in diesem Jahr für den 22-Jährigen. Beim ATP-Turnier in Lyon holte er sich mit seinem lockeren Finalsieg gegen Cameron Norrie eine letzte Portion Selbstvertrauen.

    "Es fühlt sich großartig an, dass ich derzeit so gut auf Sand spiele. Auf dem Belag, den ich so sehr liebe. Ich glaube, ich bin auf dem richtigen Weg", sagte Tsitsipas.

    Diese breite Brust wird er auch brauchen. Djokovic hat im Halbfinale gegen Paris-Dominator Rafael Nadal bewiesen, in welcher Topform er sich befindet und wurde von Musik-Ikone Cher danach sogar als "riesige Maschine" bezeichnet.

    Auch in den bisherigen Duellen mit dem jungen Griechen hatte der Weltranglistenerste meist die Oberhand behalten. Im direkten Vergleicht führt Djokovic mit 5:2 - vor allem aber hat er alle drei bisherigen Partien auf Sand gewonnen.

    DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

    Furchtlos gegen Federer, Nadal und Djokovic

    Dennoch hat Tsitsipas nicht nur im Halbfinale gegen Alexander Zverev bewiesen, dass er sich nicht zu verstecken braucht - auch nicht vor einem Vertreter der 'Big 3' (Roger Federer, Rafael Nadal, Novak Djokovic, Anm. d. Red.).

    Tsitsipas weiß, dass die junge Generation deren Phalanx nur durchbrechen kann, "wenn wir gegen sie auf dem Platz furchtlos auftreten". Dass er das kann, hat er mit seinem Fünf-Satz-Sieg gegen Nadal bei den Australian Open bewiesen.

    Allerdings handelte es sich damals um ein Viertelfinale, der Druck in einem Grand-Slam-Finale ist ungleich größer und hat Tsitsipas noch nie erlebt - ganz im Gegensatz zu Djokovic, der bereits zum 29. Mal in einem solchen Finale steht.

    Es wird spannend zu sehen sein, ob der Grieche tatsächlich mit dem Horror-Erlebnis damals alle Furcht verloren hat und auch im Finale von Beginn an mutig auftritt. Denn nur dann hat er gegen "Maschine" Djokovic eine Chance.

  5. Die Tschechin Barbora Krejcikova hat als erste Tennisspielerin seit Mary Pierce im Jahr 2000 das "Double" bei den French Open gewonnen.

    Einen Tag nach ihrem überraschenden Einzeltriumph setzte sich die 25-Jährige am Sonntag auch im Doppel an der Seite ihrer Partnerin Katerina Siniakova durch.

    Der Tennis-Podcast "Cross Court" mit neuen Folgen zu den French Open ist auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen SpotifyApple PodcastsGoogle PodcastAmazon MusicDeezer und Podigee abrufbar

    Krejcikova wie einst Evert und Navratilova

    In der Open Era schafften das "Double" in Paris nur sechs Damen zuvor, darunter befinden sich einige der größten Legenden des Sports. 

    Billie Jean King (1972) Margaret Court (1973) Chris Evert (1974-5) Virginia Ruzici (1978) Martina Navratilova (1982, 1984) und Pierce (2000).

    Sie besiegten im Finale das US-amerikanisch-polnische Doppel Bethanie Mattek-Sands/Iga Swiatek 6:4, 6:2 und wiederholten ihren Triumph von 2018.

    Im Einzel hatte Krejcikova am Samstag die Russin Anastasia Pawljutschenkowa mit 6:1, 2:6, 6:4 niedergerungen und als erste Tschechin seit Hana Mandlikova 1981 triumphiert, die damals noch unter Flagge der Tschechoslowakei gestartet war.

    ---

    Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

  6. Nicht Sandplatzkönig Rafael Nadal, nicht der deutsche Hoffnungsträger Alexander Zverev: Novak Djokovic und Stefanos Tsitsipas bestreiten das Finale der French Open. 

    Djokovic hatte im Halbfinale das Unmögliche möglich gemacht, er hatte Topfavorit Rafael Nadal in dessen Pariser Reich gestürzt.

    "Es war definitiv mein bestes Match, das ich jemals in Paris gespielt habe, und eines der besten drei meiner gesamten Karriere", sagte Djokovic: "Es war eine dieser Nächte, die man nicht vergisst. Gegen ihn hier zu gewinnen ist, als ob man den Mount Everest besteigt." 

    Djokovic triumphiert - auch im Finale gegen Tsitsipas? 

    Der prestigereiche Triumph über den spanischen Dauerrivalen brachte ihm in einem atemberaubenden Match fast nebenbei auch noch das Ticket fürs Finale gegen Stefanos Tsitsipas am Sonntag ein. Der Grieche hatte die deutsche Nummer eins Alexander Zverev in fünf Sätzen ausgeschaltet.

    Der Tennis-Podcast "Cross Court" mit neuer Folge zu den French Open ist auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen SpotifyApple PodcastsGoogle PodcastAmazon MusicDeezer und Podigee abrufbar

    "Der dritte Satz war für die Ewigkeit", schrieb die New York Times - allein der Durchgang dauert 92 Minuten. "Besser kann man Sandplatztennis nicht spielen. Es ist perfekt", twitterte Andy Murray, selbst dreimaliger Grand-Slam-Sieger, bei Twitter. Ob Tsitsipas dem "Djoker" ein ähnlich großes Match liefern kann? Abwarten. 

    Dass der Grieche zu Großtaten in der Lage ist bewies er zuletzt gegen Zverev, als das Ruder im Fünf-Satz-Krimi auf beeindruckende Manier wieder an sich riss. 

    Verkürzt Djokovic Rückstand auf Federer und Nadal?

    Djokovic hat nun schon am Sonntag die Gelegenheit, mit seinem 19. Grand-Slam-Triumph auf die Rekordchampions Roger Federer (Schweiz) und Nadal (beide 20 Titel) zu verkürzen. Unterdessen wartet der Hamburger Zverev weiter ungeduldig auf seine erste Trophäe bei einem Majorturnier - die nächste Chance besteht in Wimbledon ab dem 28. Juni.

    Es fiel Zverev schwer, die 3:6, 3:6, 6:4, 6:4, 3:6-Niederlage auf der roten Asche von Paris gegen Tsitsipas zu akzeptieren. "Ich hatte während dieses Turniers, während der ganzen Sandplatzsaison, das Gefühl, dass ich gut genug gespielt habe, um weit zu kommen", sagte Zverev. 

    Der Halbfinaleinzug machte ihn dabei nicht mehr glücklich. Er wollte um den Titel kämpfen - doch das machen nun Tsitsipas und Djokovic.

    Alles Wichtige zum Finale der French Open

    Sonntag, 13. Juni (Finale)

    Court Philippe Chatrier - ab 15 Uhr:

    Djokovic - Tsitsipa

    Was war neu bei den French Open?

    Die Einführung der Nightsessions ist eine wesentliche Neuerung der 120. French Open, die bis 13. Juni ausgetragen werden. Zehn Matches begannen auf dem Court Philippe Chatrier um 21 Uhr. Aufgrund der geltenden Ausgangssperre in Frankreich (bis 8. Juni, ab 21 Uhr) durfte erst die letzte Nightsession am 9. Juni vor 5000 Zuschauern gespielt werden (20 Uhr).

    DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

    Wo können Sie die French Open verfolgen? 

    Eurosport zeigt im Free-TV 130 Stunden Live-Tennis aus Paris, Boris Becker und Barbara Rittner analysieren das Geschehen aus dem Studio in München. Streamingoptionen komplettieren das Angebot. 

    TV: Eurosport, ServusTV
    Stream: Eurosport Player, DAZN, Joyn PLUS+, Amazon Prime
    TickerSPORT1.de und in der SPORT1 App

    -----
    Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

  7. Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut sind die Nachfolger des deutschen Erfolgsduos Kevin Krawietz/Andreas Mies (Coburg/Köln). (NEWS: Alles zum Tennis)

    Die Franzosen haben bei den French Open den Doppel-Wettbewerb gewonnen, den Krawietz/Mies in den beiden Vorjahren für sich entschieden hatten. (Kalender der ATP-Saison 2021)

    Herbert/Mahut schlugen im Finale am Sonntag die Kasachen Andrej Golubew/Alexander Bublik 4:6, 7:6 (7:1), 6:4.

    Der neue Tennis-Podcast "Cross Court" ist ab sofort auf podcast.sport1.de, in der SPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-Plattformen SpotifyApple PodcastsGoogle PodcastAmazon MusicDeezer und Podigee abrufbar

    Krawietz hatte in diesem Jahr ohne am Knie operierten Mies antreten müssen und scheiterte mit Horia Tecau (Rumänien) im Viertelfinale.

  8. Paris hat ein neues Tennis-Märchen!

    Barbora Krejcikova hat als dritte ungesetzte Spielerin das Finale der French Open gewonnen und damit ihren ersten Grand-Slam-Titel gefeiert. (Alles zu den French Open)

    Die 25-jährige setzte sich am Samstag im Finale des Sandplatz-Klassikers mit 6:1, 2:6, 6:4 gegen die Russin Anastasia Pawljutschenkowa durch und triumphierte damit als erste Tschechin seit Hana Mandlikova 1981 - damals noch unter der Flagge der früheren Tschechoslowakei.

    Nach dem Triumph fand die Tschechin zuerst warme Worte für das französische Publikum: "Ich möchte einfach allen danken, dass ihr gekommen seid und uns angefeuert habt. Die Atmosphäre ist umwerfend. Ich bin einfach nur glücklich."

    Krejcikova gedenkt verstorbener Jana Novotna

    Danach wurde es emotional. Krejcikova gedachte in ihrem Siegerinterview auch der 2017 verstorbenen Jana Novotna. Die Wimbledonsiegerin von 1998 hat in ihrer Heimat Legendenstatus. Unvergessen ist vor allem Novotnas Endspielniederlage 1993 gegen Graf: Damals führte Novotna im dritten Satz 4:1 und 40:15, ehe das Spiel kippte und ihre deutsche Rivalin nach fünf Spielen in Serie doch noch den Titel gewann. Novotna wurde nach Weinkrämpfen sogar von der Herzogin von Kent getröstet.

    Der neue Tennis-Podcast "Cross Court" ist ab sofort aufpodcast.sport1.de, in derSPORT1 App sowie auf den gängigen Streaming-PlattformenSpotify,Apple Podcasts,Google Podcast,Amazon Music,Deezer undPodigee abrufbar

    Vor ihrem Tod nahm sie sich der jungen Krejcikova an. "Ihre letzten Worte an mich waren, dass ich Spaß haben und einen Grand Slam gewinnen soll", verriet diese nun auf dem Sand von Paris und schickte einen Gruß in den Himmel: "Ich bin sicher, dass sie von oben zuschaut und glücklich ist."

    Bereits nach dem Sieg im Halbfinale gegen Maria Sakkari schickte sie nach dem erfolgreichen Matchball Küsse in den Himmel und fand emotionale Worte für ihre ehemalige Mentorin: "Vor und nach jedem Match habe ich das Gefühl, dass sie da ist und sich um mich kümmert. Ihretwegen bin ich hier und es ist mir wirklich wichtig, das laut auszusprechen."

    Auch Tennis-Legende Martina Navratilova wurde bei der Siegerehrung emotional. "Ich habe einfach geweint", beschrieb sie den Moment des erfolgreichen Matchballs und fügte hinzu: "Ich bewundere deinen Mut. 2014 hast du einfach bei Jana (Novotna, Anm. d. Red.) an der Tür geklopft, weil du verzweifelt warst. Daher werde ich dich nun von Turnier zu Turnier begleiten."

    Gelingt Krejcikova das Double?

    Mit Krejcikova krönte sich im sechsten Jahr in Folge in Paris eine neue Spielerin zur Major-Siegerin. Sie streicht ein Preisgeld von 1,4 Millionen Euro ein, Pawljutschenkowa erhält 750.000 Euro.

    DAZN gratis testen und Tennis-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE 

    Die erste ungesetzte Siegerin in Roland Garros war 2017 die Lettin Jelena Ostapenko, ihr folgte im Vorjahr Iga Swiatek. Die Titelverteidigerin aus Polen war in diesem Jahr im Viertelfinale gescheitert. Die drei deutschen Starterinnen um die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber waren allesamt in der ersten Runde ausgeschieden.

    Für Krejcikova ist das Turnier aber noch nicht beendet. Auch im Doppel steht sie im Finale und kann damit das erste Double seit 2000 erreichen.

    ---

    mit Sport Informationsdienst (SID)